Aufbau eines Biomassekraftwerks
Ein Biomassekraftwerk produziert mittels Verbrennung elektrische Energie. Hierfür benötigt das Biomassekraftwerk vor allem Biomasse, die sich leicht verbrennen lässt und dabei viel Energie freisetzt. Ideale Brennstoffe hierfür sind Holzpellets, Holzhackschnitzel, Stroh, Getreide oder Schilf. Neben der elektrischen Energie wird auch thermische Energie produziert, welche zusätzlich in das Wärmenetz eingespeist werden kann.
Um die Biomasse in elektrische Energie umzuwandeln, sind mehrere Schritte notwendig. Zunächst wird die Biomasse schlichtweg verbrannt. Die dabei entstehende thermische Energie (überhitzter Dampf) wird mittels einer Turbine in elektrische Energie umgewandelt.
Durch das Erneuerbare Energien Gesetz werden Biomassekraftwerke in Deutschland auch finanziell gefördert. Im Falle der Stromerzeugung heißt dies vor allem, dass es pro Kilowattstunde eine Mindestvergütung gibt. Kleiner Anlagen profitieren hierbei mehr als größere. In Lünen (Nordrhein-Westfalen) steht Deutschlands größtes Biomassekraftwerk. Dort wird Altholz bei einer Temperatur von ca. 850 Grad Celsius verbrannt. Das Holz wird zunächst aufbereitet, zerkleinert und von Fremdkörpern (z.B. Eisenteilen) befreit. Die bei der Verbrennung entstehenden Rauchgase werden zur Erhitzung von Wasser genutzt, welches durch die Hitze in Wasserdampf umgewandelt wird. In einer speziellen Turbine wird die thermische Energie letztendlich zu elektrischer Energie umgewandelt. Das Kraftwerk versorgt über 39. 000 Haushalte in der Umgebung und produziert im Jahr rund 150 Millionen Kilowattstunden Strom. Die bei der Energiegewinnung entstehenden Rauchgase werden z.B. durch moderne Filtersysteme gereinigt.





