Bioenergie im Kontext der Erneuerbaren Energien

Im Jahr 2006 wurden in der EU rund 62 200 GWh Biogas hergestellt. Deutschland nimmt dabei eine Vorreiterrolle ein. Dies hat vor allem mit dem nationalen Erneuerbaren Energien Gesetz zu tun. Hierdurch entstehen nämlich neue Fördermöglichkeiten für den Bau und den Betrieb einer Biogasanlage. In anderen europäischen Ländern (z.B. Schweden) wird die Stromerzeugung mittels regenerativer Energien hingegen nicht so stark gefördert, so dass Bioenergie dort vor allem als Kraftstoff genutzt wird.
In Deutschland wurden 2007 rund 2 Millionen Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche für den Anbau von Pflanzen genutzt, die später als Biomasse zu Biogas umgewandelt wurden. Der Anteil an der gesamten nutzbaren Fläche lag bei 12%. Die „populärste“ Nutzpflanze war hierbei Raps, aus der aber vor allem Pflanzenöl oder Biodiesel gemacht werden.

Der Anteil an den Erneuerbaren Energien soll nach dem Willen der Bundesregierung  weiterhin ausgebaut werden. So lag nach offiziellen Angaben der Anteil am Biogas 2007 im Bereich der Stromerzeugung bei knapp 3,9%. 6,1% wurden im Bereich der Wärmeproduktion eingesetzt. Bis zum Jahr 2020 soll der Anteil am Stromverbrauch auf 8% und der am Wärmeberbrauch auf fast 10% steigen. Experten gehen aber davon aus, dass in Deutschland das Potential besteht, bis 2050 rund 25% des gesamten Energiebedarfs aus Biogas bzw. den dazugehörigen regenerativen Nutzpflanzen zu decken. Dabei muss aber ein Gleichgewicht zwischen den Flächen, die zur Nahrungsmittelproduktion genutzt werden und denen, auf denen „Energiepflanzen“ wachsen, gewahrt bleiben.



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