Photovoltaik aus finanzieller Sicht

Natürlich stellt sich beim Thema Photovoltaik die Frage, wie der Bau einer solchen Anlage zu finanzieren ist, welchen laufenden Betriebskosten entstehen und ob sich die sogenannte Einspeisevergütung rentiert. Zwar ist die Sonnenenergie, aus der die Energie letztendlich gewonnen wird, kostenlos. Solaranlagen haben aber momentan noch den Nachteil, dass die Anschaffungskosten gegenüber anderen Energieträgern relativ hoch sind. Man kann davon ausgehen, dass eine Anlage, die eine Energieleistung von rund fünf kWp besitzt, ca. 4000 Euro bis 6000 Euro kostet. Der Solarstrom kann z.B. für den Betrieb von elektrischen Anlagen oder Geräten genutzt und Überschüsse in das öffentliche Stromnetz eingespeist werden. Mit letzterem kann der Solaranlagenbesitzer zusätzlich Geld dazu verdienen (Einspeisevergütung). Daher sollte man sich vorab intensiv über verschiedene Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten informieren.

Deutschland gilt seit Jahren als Vorreiter beim Bau und bei der Nutzung von Photovoltaik-Anlagen. Seit über 20 Jahren wird der Kauf und die Installation auch staatlich gefördert. Dies kommt vor allem Privathaushalten und kleineren bzw. mittleren Unternehmen zugute. Aus diesem Grund sieht man auch immer häufiger Solaranlagen auf Dächern von Privathaushalten oder Gebäuden, in denen verschiedene Unternehmen ansässig sind.

Jegliche nationale Fördergrundlage bildet das "Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien". Dieses wurde im Jahre 2000 in Kraft gesetzt und löste das Stromeinspeisungsgesetz ab. Das Gesetz garantiert auch die Einspeisevergütung. Wenn eine Solaranlage- ob privat oder gewerblich genutzt- zusätzlichen Strom in das Netz einspeist, erhält der Produzent vom Netzbetreiber einen bestimmten Betrag. Dieser liegt je nach Leistung der Solaranlage zwischen 32 Cent pro Kilowattstunde und 43 Watt pro Kilowattstunde. Die Regelung bevorzugt vor allem kleinere Anlagen. So erhält eine Solaranlage, die zwischen 0 und 30 kWp produziert den Höchstsatz. Eine Anlage die hingegen 100 kWp bis 1.000 kWp produziert nur 39 Cent pro Kilowattstunde. Der Vorteil an der Regelung liegt darin, dass die Preise über 20 Jahre hinweg auf dem gleichen Niveau bleiben.

Die Förderung passiert meistens in Form eines zinsgünstigen Kredites seitens der KfW Bank. Diese gewährt Kredite und Tilgungszuschüsse für Maßnahmen zur Nutzung Erneuerbarer Energien. Das Förderprogramm unterteilt sich in zwei verschiedene Bereich, die sich durch ihre jeweiligen Förderbedingungen unterscheiden.

Darüber hinaus gewährt der Staat Zuschüsse. Am bekanntesten ist sicherlich das sogenannte 100 000 Dächer Förderprogramm. Mit einem Fördervolumen von über 1 Milliarde Euro war die Maßnahme zwischen1999 und 2003 eine der größten Fördermaßnahmen im Bereich der erneuerbaren Energien. Vor allem Privathaushalte und kleine bzw. mittlere Unternehmen konnten in dieser Zeit günstige Kredite für den Bau von Photovoltaik-Anlagen erwerben.



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