Wasserkraftwerke
Wasserkraftwerke erzeugen aus der Strömungsenergie des Wassers elektrischen Strom und gelten gerade in Zeiten immer knapper werdenden fossilen Rohstoffe als Energieträger der Zukunft. Wasserkraftwerke zur Gewinnung von elektrischer Energie gibt es überall auf der Welt. Die Leistung eines Wasserkraftwerkes ist immer vom Wasserdurchfluss pro Sekunde (m3/s), dem Wirkungsgrad des Zulaufs und von der Leistung der Turbine abhängig. Dabei gibt es unterschiedliche Arten von Wasserkraftwerken. Man kann sie nach dem Nutzungsgefälle, der Auslastung und der eigentlichen Bauart unterscheiden.
Mittlerweile gibt es acht verschiedene Bautypen. Zu den bekanntesten gehören Speicherkraftwerke, Gezeitenkraftwerke und Laufwasserkraftwerke. Speicherkraftwerke sind sehr große Wasserkraftwerke, die meistens bei einem hohen Wassergefälle eingesetzt werden. Ein bekanntes Beispiel für ein Speicherkraftwerk ist die Talsperre bzw. der Stausee. Laufwasserkraftwerke, werden dort eingesetzt, wo es eine starke Strömung des Flusses gibt. Das Gezeitenkraftwerk kann überall dort gebaut werden, wo durch den Wechsel zwischen Ebbe und Flut ein extrem hoher Tidenhub entsteht. Dabei wird sowohl die Strömungsbewegung des Wassers beim Rein- als auch beim Rauslaufen des Meeres zur Energiegewinnung.
Eine andere Art der Einteilung besteht in der Auslastung des Kraftwerkes. Hiermit ist die Betriebszeit gemeint, in der das Kraftwerk Strom produzieren soll. Dabei unterscheidet man zwischen Grundlastkraftwerken, Mittelastkraftwerken und Spitzenlastkraftwerken. Die Grundlastwerke (z.B. Gezeitenkraftwerke) haben eine Auslastung von über 50 %, Mittelkraftwerke verfügen hingegen nur über eine Auslastung (Flusskraftwerke) von 30% bis 50%. Spitzenlastkraftwerke (Speicherkraftwerke) haben eine Betriebszeit von weniger als 30 %.
Andererseits kann man Wasserkraftwerke anhand ihres Nutzungsgefälles differenzieren. Unter Nutzgefälle versteht man im Allgemeinen den Höhenunterschied zwischen dem Wasserspiegel vor und hinter der Turbine. Niederdruckkraftwerke (z.B. Gezeitenkraftwerke) haben eine Fallhöhe, die kleiner ist als 15 Meter. Mittdruckkraftwerke (z.B. Speicherkraftwerke) weisen eine Fallhöhe von 15 Meter bis 50 Meter auf. Auf 50 Meter bis, sage und schreibe, 2000 Meter schaffen es die Hochdruckkraftwerke (Pumpspeicherkraftwerke).





