On- und Offshore Parks
In den letzten 30 Jahren sind in vielen Regionen der Welt Windkraftanlagen gebaut worden. Unter einer Windkraftanlage versteht man generell ein Windkraftrad, dass Strom produziert. Mehrere Windkraftanlagen bilden einen sogenannten Windkraftanlagenpark. Wenn sich dieser auf dem Meer befindet nennt man den Windkraftanlagenpark auch Offshore Park. Da auf dem Meer naturgemäß mehr Wind vorhanden ist, als auf dem Festland, eignen sich dort Windkraftanlagen besonders gut. Hier ist der Wind in einer Höhe von 60 Metern nämlich rund 8 Meter pro Sekunde schnell. Das bedeutet, dass man auf dem Meer ca. 20% bis 40% mehr Strom produziert werden kann, als auf dem Festland. Windkraftanlagen auf dem Meer befinden sich aber immer in der Nähe einer Küste, da man den gewonnenen Strom meistens auf das Festland transportiert, wo er von der Bevölkerung genutzt wird. Für den Transport müssen Stromkabel durch das Meer gelegt werden. Rund 45 Kilometer vor der ostfriesischen Insel Borkum entsteht derzeit der größte Offshore Park Deutschlands. Er soll zukünftig fast 40 000 Haushalte mit Strom versorgen. Seine 208 Windenergieanlagen werden Schätzungen zu Folge 3 500 Gigawattstunden pro Jahr produzieren.
Im Gegensatz dazu heißen Windkraftanlagen auf dem Festland Onshore Parks. Diese stehen überall dort, wo naturgemäß viel Wind vorhanden ist. Typische Onshore Regionen sind daher Küsten oder flache Gegenden, die nur wenig besiedelt sind.
Die auffallende Optik der On- und Offshore Parks ist gleichzeitig auch deren größter Kritikpunkt. Gerade in der Nähe von Urlaubsgebieten, wie der Nordseeküste, würden viele Menschen lieber auf diese Form der erneuerbaren Energie verzichten. Aus diesem Grund baut man Offshore Parks auch soweit auf dem Meer, dass diese von der Küste aus nicht mehr zu sehen sind. Gegner der Offshore Anlagen argumentieren auch damit, dass bei der Verlegung der Stromkabel durch das Meer das biologische Gleichgewicht gestört werden könnte.





