Die Windenergie

Wind gilt neben Sonne, Wasser und Biomasse als eine der vier erneuerbaren Energien. Vor allem in einer Zeit, in der fossile Brennstoffe, wie Erdgas und Öl, immer knapper werden, kommt der Windenergie eine zukunftsorientierte und nachhaltige Rolle im Bereich der Energieerzeugung zu.
Die Erkenntnis, dass man Windkraft in mechanische Energie umwandeln kann, ist nicht neu. Seit Jahrtausenden nutzen die Menschen den Wind, um diesen in Energie umzusetzen. Daher findet man z.B.  auf der ganzen Welt Windräder. Die ersten wurden bereits vor über 3 000 Jahren erbaut. Ein bekanntes Beispiel hierfür ist die Windmühle. Die Windenergie wird hierbei in mechanische Energie umgewandelt, sodass der Mahlstein in Bewegung gerät und dadurch das Korn gemahlen wird.
Seit rund 70 Jahren kann man die Windkraft auch dazu nutzen, die Windenergie in elektrische Energie umzuwandeln. Mittels riesiger Windkraftanlagen werden heutzutage viele Haushalte mit Strom versorgt. In riesigen  Windparks stehen oftmals mehr als 20 oder 20 Windkrafträder. Die Grundvoraussetzung dafür, dass die Windkraftanlagen auch Strom produzieren, ist der Wind. Dieser entsteht überall dort, wo Druck- und Temperaturunterschiede eine Bewegung der Luftmaßen bewirken. Aus diesem Grund weisen die Windräder auch eine bestimmte Höhe auf. In luftiger Höhe ist der Wirkungsgrad des Windes nämlich größer als am Erdboden. Auch der Standort für eine Windkraftanlage ist sehr wichtig. Oftmals stehen mehrere Windkraftanlagen zusammen. Diese Windkraftanlagenparks unterscheidet man aufgrund ihres Standortes in On- und Offshore  Parks. Unter einem Onshore Park versteht man generell Anlagen, die sich auf dem Festland befinden. Ein Offshore Park stehen dagegen mitten im Meer.  In Deutschland gibt es derzeit über 20 solcher Offshore Windkraftparks. Der Offshore Park Borkum West liegt 45 Kilometer westlich der Ostfriesischen Insel. Bis zum Jahr 2010 sollen über 200 Windräder gebaut werden, die eine Leistung von rund 3 500 Gigawattstunden in Jahr erbringen.  Des Weiteren zählen flache und dünnbesiedelte Landstriche zu den beliebtesten Standorten für Windkraftanlagen.  Viele Gemeinden setzten mittlerweile auf kleine Windparks mit nur einzelnen Windkrafträdern.
Ein Windkraftrad selbst besteht aus Rotorblättern (heutzutage drei an der Zahl), dem Maschinenstrang, einem Generator bzw. dem Getriebe, einem Turm und dem zur Bodenbeschaffenheit passenden Fundament. Die Rotorblätter geraten in Bewegung, sobald Wind auf diese trifft. Die Energie, die durch die Rotorenbewegung entsteht wird an einen Generator weitergeleitet, welcher die kinetische Energie des Windes letztendlich in elektrische Energie umwandelt. Der Strom wird danach in das allgemeine Stromnetz eingespeist.
Windräder stehen trotz ihrer positiven Eigenschaften vielerorts stark in der Kritik. Zum einen bemängeln deren Gegner, dass komplette Landschaften mit den riesigen Windkrafträdern optisch zerstört werden. Zum anderen  kann die Geräuschkulisse gerade in Wohngegenden oder Tourismusregionen durch die Bewegung der Rotorenblätter extrem stören. Des Weiteren gibt es kritische Stimmen, die den Kosten-Nutzen-Effekt bemängeln. Der Bau eines Windrades kostet nämlich ca. 1 Million Euro.



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