Windkraft im Kontext der Erneuerbaren Energien
Die Windenenergie gehört zu den erneuerbaren Energien. In Deutschland wurden mittlerweile über 20 000 Windkraftanlagen gebaut, die eine Gesamtleistung von fast 24 000 Megawatt aufweisen. Windenergie gilt als saubere Energie, da die Produktion des elektrischen Stroms keinerlei Abgase produziert, die nachhaltig die Umwelt schädigen. Mit dem Betrieb der Windkraftanlagen können nach Angaben des Bundesumweltministeriums rund 34 Millionen Tonnen Kohlenstoffdioxid pro Jahr eingespart werden. Der Anteil des aus Windkraft gewonnen Stroms an der Gesamtproduktion liegt bei knapp 7%. Dieser soll aber in den nächsten Jahren (bis 2020) auf bis zu 25% steigen. Alleine im Jahr 2007 wurden 833 neue Windkraftanlagen gebaut, die eine Stromleistung von 39, 5 Milliarden Kilowattstunden erzeugen.
Der Windenergie Strom wird aufgrund des Erneuerbaren Energien Gesetzes auch staatlich gefördert. So werden Netzbetreiber dazu verpflichtet, Strom aus Erneuerbaren Energien abzunehmen und zu vergüten. Dabei besteht beim Strom aus Windenergie eine feste Vergütung innerhalb eines Zeitraums von 20 Jahren. Neben dem Erneuerbaren Energien Gesetz spielt das deutsche Baugesetzbuch eine wichtige Rolle. Dort wird nämlich geregelt, wo und in welcher Weise neue Anlagen entstehen können bzw. neue Bauplätze ausgewiesen werden dürfen.
Die Förderung der Windenergie wirkt sich auch positiv auf dem nationalen Arbeitsmarkt aus. Waren im 1992 gerade mal 1 800 Menschen in der Windkraftindustrie beschäftigt, sind es aktuell weit über 90 000. Ein fiskalischer Nachteil der Windkraftanlagen ist sicherlich der Kostenpunkt. Eine Anlage kostet nämlich rund eine Million Euro und spielt dieses Geld nur sehr langsam wieder ein.





