



Spanien ist das vom Klimawandel am stärksten betroffene Land in Europa. Während in Europa im letzten Jahrhundert die Temperatur durchschnittlich um 0.95°Celcius angestiegen ist, lag die Steigerung in Spanien bei 1.5°Celcius. Weltweit lag dieser Wert bei 0.6°Celcius.
Klimaforscher erwarten bis zum Ende des 21. Jahrhunderts einen durchschnittlichen Anstieg um 7 Grad. Die Auswirkungen solcher Hitze zeigten bereits die 6000 toten Spanier im Rekordsommer 2003. Bei solchen Temperaturen wird das abschmelzen der letzten Gletscher Spaniens das geringste Problem darstellen.
Da Spanien auf der iberischen Halbinsel liegt, besteht somit über die Meerenge von Gibraltar ein direkter Kontakt zu Nordafrika. Bei derart hohen Temperaturen würden Krankheiten wie Malaria direkt von Afrika nach Spanien gelangen. Dadurch Durchfallepidemien und Malarie sowie einige weitere neue Krankheiten auf der Tagesordnung stehen.Auch würde Spanien bald ähnlich vertrocknen wie Nordafrika. Die Regenfälle könnten bis zu 20% zurückgehen, was der Landwirtschaft enorm schaden würde.
Für weitere finanzielle Einbußen wird der Anstieg der Meeresspiegel sorgen. So werden wohl die meisten Sandstrände Spaniens nach und nach vom Meer verschluckt. So würde Spanien einen seiner wichtigsten Pluspunkte in Sachen Tourismus verlieren. Und so wohl seinen Reiz vor allem für Badeurlauber verlieren.
Und trotz dieser Gefahren ist Spanien immer noch einer der größten Umweltverschmutzer Europas. So sind die im Kioto Protokoll verankerten Ziele noch weit entfernt. Ein Lichtblick ist die Zusammenarbeit mit Portugal in der Weiterentwicklung von Solaranlagen.
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