Der „Atom-Gipfel“

Nach dem „Atom-Gipfel“ im Kanzleramt vergangenen Sonntag den 05.09.2010 und die dort beschlossenen Laufzeitverlängerungen werfen viele Fragen auf. Im Schnitt sollen die Atommeiler 12 Jahre länger am Netz bleiben dürfen als bisher vorgesehen.
Laut Meinung von Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) werden die Strompreise durch die Laufzeitverlängerung der AKWs in der Zukunft leicht sinken, ob dies tatsächlich der Fall sein wird, wird nicht nur von den Grünen bestritten.

Was tun die Energiekonzerne im Gegenzug für die Laufzeitverlängerung?

Wie Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) erklärte müssen durch die Festlegung neuer Sicherheitsstandards die Energiekonzerne wohl rund 500 bis 600 Millionen Euro pro Kraftwerk investieren um die Laufzeitverlängerung auch mit dem Blick auf die Sicherheit vertretbar zu machen. Aber auch die Staatskasse soll von den verlängerten Laufzeiten und damit den höheren Einnahmen für die Energiekonzerne profitieren. So rechnet der Wirtschaftsminister mit Staatseinnahmen von rund 30 Milliarden Euro. Diese sollen von den Konzernen auf der einen Seite im Zuge einer Brennelemente Steuer und auf der anderen Seite durch eine Abgabe zur Förderung von regenerativen Energiequellen aufgebracht werden.

Was wurde beim „Atom-Gipfel“ sonst noch beschlossen?

Es wurden neue ambitionierte Ziele für den Ausbau regenerativer Energiequellen ausgegeben. So soll zum Beispiel bis 2030 der Anteil von sauberem Strom auf mindestens 50% gesteigert werden. Hierfür gibt es einige Projekte, welche den Ausbau von Windparks etc… vorantreiben. Soweit keine großartigen Änderungen zur bisherigen Politik.

Wirklich interessant könnte jedoch das Projekt „Zielnetz 2050“ sein. Dieses kann als eine Art Infrastrukturprojekt gesehen werden, welches es ermöglichen soll, Energie zum Beispiel von Offshore Windparks in große Städte zu transportieren. Sollte dies gelingen wäre die Grundlage für ein mit sauberer Energie versorgtes Deutschland geschaffen.

Alles in allem scheint es doch ein guter Deal für die Energiekonzerne, denn deren Aktienkurse stiegen nach der Ankündigung der Laufzeitverlängerungen stark an.



copyrights by klimainfo.net

interessante Seiten
Klimawandel USA
Klimawandel Deutchland
Klimawandel Italien
Klimawandel Südafrika
Klimawandel Russland
interessante Seiten
Der Hausbau und die Standards der Klimaschonung & Energieeffizienz
Die eigene Solaranlage auf dem Dach
Ausbildung und Stellen im Bereich der Erneuerbaren in NRW
Photovoltaik Branche hat wieder Hoffnung
Neue Fenster helfen energiekosten zu senken